Leuchten

 

Deckenleuchten   Schreibtischleuchten   Stehleuchten
   

 

  Tischleuchten   Wandleuchten  
   

 

     
Frankreich brachte aus einer Fülle kreativer Künstler und Hersteller sowie einem aufgeschlossenem, experimentier-freudigen Käuferpublikum einzigartige Art Déco Leuchten hervor. Diese begeistern uns noch heute durch ihre funktionale Form und zeitlose Eleganz, wie die "Lampe Mazda", die es sowohl als Tisch- als auch als die seltene Stehleuchten gab. Im Deutschland der 1920er Jahre sind nur die Entwürfe im Stil der neuen Sachlichkeit der Bauhaus Mitglieder beachtenswert.
 
Bei den französischen Leuchten der Zwanziger Jahre sind häufig die Nachwirkungen des Jugendstils zu beobachten. Man findet z.B. gläserne Lampenschirme, die sowohl aus floralen Elementen als auch aus rein geometrischen Strukturen des Art Déco bestehen. Ab ca. 1930 dominieren "reine" Art Déco Leuchten, mit ihrer typischen, streng geometrischen Ausrichtung. Es tritt eine Reduzierung der Dimension der Motive ein. In den Zwanzigern findet man bei den Leuchten noch Pressglasschirme mit dreidimensionalen Motiven (z.B. stark geometrisch konstruierte Rosen bei Degue), in den Dreißigern vereinfachen sich die Motive auf zweidimensionale, geätzte geometrische Muster. Diese einfachen, linearen Formen hatten für die Produktion der metallenen Leuchten-monturen einen positiven Nebeneffekt: sie erleichterten die Herstellung mit Maschinen. Unerreicht bzgl. Design- und Verarbeitungsqualität sind bei den modernistischen Leuchten der 1930er Jahre die Decken-, Wand- und Stehleuchten der Firma Petitot (Paris), häufig mit Glasstäben oder Effektgläsern für zusätzliche Lichtspiele zu finden.
 
In Frankreich trifft man auf zwei Gruppierungen von Entwerfern. Zum einen die sogenannten "Traditionalisten", die vom Kunsthandwerk kommend hochwertige, dekorative Gebrauchsgegenstände in der alten Machart fertigten. Zu ihnen zählt man Süe et Mare, Emile-Jacques Ruhlmann oder auch René Lalique. Zum anderen die "Funktionalisten", vergleichbar mit den Mitgliedern des Bauhauses in Deutschland, die auf dekorative "Schnörksel" verzichteten und der Funktion des Gegenstands bei seiner Gestaltung die zentrale Bedeutung zugedachten. Bekannte Vertreter dieser Richtung sind Jean Perzel, Pierre Chareau und Jean Jacques Adnet.

 

 

Charakteristisch für französische Leuchtenhersteller ist auch ihr Festhalten an einem Motiv für verschiedene Lampentypen. So verwenden sie identische Muster für große Schirme von Decken- oder Tischleuchten, für Tulpen (= kleine Glasschirme an Deckenleuchten; franz. tulipes) und für Plaquen (= Platten) von Decken- oder Wandleuchten.
 
Im Art Déco entstanden als dekorativer Wandschmuck sowie aus dem Wunsch nach einer blendfreien indirekten Beleuch-tung eine Vielzahl von Wandleuchten (franz. Appliques). Namhafte Hersteller wie Sabino hatten zu den Deckenleuchten passende Wandleuchten jeweils in ihrem Programm. In den Zwanzigern bestehen sie meist aus Metallfassungen mit im Art Déco Reliefstil gepresstem Glas (z.B. von Muller Frères), später meist nur noch aus gedrückten Metallschalen (z.B. Perzel), die manchmal mit einfachen geätzten Glasplatten zur Lichtauskopplung für spezielle Lichteffekte ergänzt wurden.
 
Die Entwicklung der Art Déco Leuchten in Frankreich wird umfassend durch den 4-teiligen Bildband "Le Luminaire" von Guillaume Janneau mit über 600 abgebildeten Leuchten dokumentiert. Dieser ist als Nachdruck von 4 zeitgenössischen Katalogen (Originaltitel: "Le luminaire et les moyens d`eclairage nouveaux") über französische Designerleuchten zwischen 1925 -1937 wieder erhältlich. Gezeigt werden im ersten Teil die Trends im Jahre 1925, sowie in den folgenden Teilen in den Jahren 1930, 1930/31 und 1937. Der Katalog beinhaltet Werke aller namhaften Künstler bzw. Firmen jener Zeit in Frankreich, wie z.B. Lalique, Sabino, Perzel, Ruhlmann, um nur einige zu nennen.

Leuchten - Auf Twitter teilen.Leuchten - auf Google Plus teilen  Leuchten Ihren Kontakten auf Xing zeigen.